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Was kostet eine Website in der Schweiz?

Von Michi Maurer · Veröffentlicht am

Für einen Handwerksbetrieb mit Startseite und vier Unterseiten liegen die Angebote in der Schweiz zwischen rund CHF 900 und 4'000. Dass die Spanne so breit ist, liegt selten an der Qualität, meist am Leistungsumfang, und genau den verschweigen viele Angebote. Wir haben im Oktober 2026 die Seiten von 40 Anbietern durchgesehen, die Betriebe im Aargau und in der Nordwestschweiz ansprechen. Einen Preis nennen davon 19. Wer vergleichen will, muss also in jedem zweiten Fall zuerst anfragen und weiss danach noch nicht, was er vergleicht.

Kurz gesagt: Eine mehrseitige Website für einen Kleinbetrieb kostet einmalig rund CHF 900 bis 4'000. Dazu kommen jeden Monat CHF 11 bis 17 für Internetadresse und Speicherplatz. Fünfstellige Beträge nennen Anbieter bei einem Shop, mehreren Sprachen oder eigener Programmierung.

Woraus setzt sich der Preis zusammen?

Am meisten macht der Umfang aus. Eine einzelne Seite mit Kontaktangaben ist in wenigen Stunden gemacht. Fünf Seiten mit eigenen Texten, Fotos von Ihren Baustellen und einem Formular, dessen Anfragen zuverlässig ankommen, sind eine andere Arbeit.

Viel hängt auch an den Texten. Liefern Sie sie selbst, wird es günstiger, dafür sitzen Sie ein paar Abende daran. Schreibt sie der Anbieter, kostet das Geld, dafür bleiben die Abende frei. Das ist der Posten, der hinter zwei gleich hohen Angeboten den grössten Unterschied versteckt.

Was selten im Angebot steht: Ein Preis sagt nichts darüber, was nach dem Start passiert. Wer die Seite ein Jahr später pflegt, wer Updates einspielt, auf welchen Namen die Internetadresse läuft: Das entscheidet darüber, was Sie am Ende wirklich bezahlen.

Ein Weg kostet fast kein Geld: Sie bauen Ihre Homepage selbst. Mit einem Baukasten, also einem Dienst, bei dem Sie die Seite im Browser aus fertigen Bausteinen zusammensetzen, bezahlen Sie nur ein Abo von einigen Franken im Monat. Den Rest bezahlen Sie mit eigener Zeit: Aufbau, Texte, Fotos, Pflege, auch im Hochsommer, wenn die Baustellen laufen.

Zwei Dinge gehören bei diesem Weg dazu: Nach einer Kündigung ist die Seite nicht mehr online, und was Sie aufgebaut haben, lässt sich oft nicht zu einem anderen Anbieter mitnehmen. Ihre Texte und Fotos bleiben Ihnen, die Internetadresse ebenfalls, sofern sie auf Ihren Betrieb läuft.

Etwas anderes zeigt sich erst nach einem Jahr. Wer zwischen zwei Baustellen an der eigenen Seite arbeitet, verliert die einheitliche Linie. Auf dem Handy rutschen die Abstände, ein Bild sprengt den Rahmen, die Preisliste ist noch die vom letzten Frühling und beim Team fehlt der neue Lehrling. Einzeln ist das alles harmlos. Zusammen sieht es nach Gebastel aus, und wer Ihren Betrieb zum ersten Mal online anschaut, schliesst daraus auf Ihre Arbeit.

Welche laufenden Kosten kommen dazu?

Drei Posten laufen weiter, auch wenn an der Seite nichts geschieht.

  • Die Internetadresse, also Ihre Domain, zum Beispiel ihrbetrieb.ch. Eine Adresse mit der Endung .ch kostet rund CHF 15 und wird jedes Jahr neu verrechnet.
  • Das Hosting, der Speicherplatz, auf dem die Seite liegt. Zusammen mit der Adresse sind das bei einem Schweizer Anbieter etwa CHF 11 bis 17 im Monat inkl. MWST, zu regulären Preisen ohne Aktionsrabatt. Die Adresse ist in diesem Betrag enthalten, Sie bezahlen sie nicht zweimal.
  • Die Pflege. Hier gehen die Modelle am weitesten auseinander: Wartungspakete kosten je nach Anbieter CHF 290 bis 990 im Jahr oder ab CHF 49 im Monat. Manche Anbieter führen kein solches Paket. Dann planen Sie die Updates selbst ein oder beauftragen jemanden, wenn es nötig wird.

Eine Website aus einfachen Dateien, ohne Datenbank und ohne Login, kommt mit wenig Pflege aus. Läuft die Seite mit WordPress oder einem vergleichbaren System, braucht sie regelmässig Updates, so wie Ihr Handy. Das ist kein Mangel, es gehört dazu. Rechnen Sie damit.

Was sollte im Preis enthalten sein?

Zwei Angebote mit demselben Betrag können sehr Unterschiedliches enthalten. An diesen sechs Punkten erkennen Sie, ob hinter dem Betrag eine professionelle Website steckt.

  • Die Internetadresse läuft auf Ihren Betrieb, nicht auf den Webdesigner. So brauchen Sie für einen späteren Wechsel niemandes Zustimmung. Fragen Sie nach, auf welchen Namen die Adresse registriert wird.
  • Die Seite ist zuerst fürs Handy gebaut. Viele Ihrer Kunden schauen sie am Handy an, und Google liest Websites seit Ende Oktober 2023 in der Handyansicht ein. Was am Handy fehlt, fehlt damit auch bei Google.
  • Das Formular kommt nachweislich an. Lassen Sie sich vor der Abnahme eine Testanfrage zeigen, die in Ihrem Postfach liegt.
  • Der Google-Eintrag ist eingerichtet. Bei einer lokalen Suche sehen viele zuerst den Kasten mit Karte, Öffnungszeiten und Bewertungen, bevor sie überhaupt auf eine Website klicken.
  • Die alte Seite zieht samt Umleitungen mit. Jede Ihrer bisherigen Adressen braucht ein neues Ziel, sonst landen Besucher auf einer Fehlerseite.
  • Die Rechte an Texten und Fotos sind geklärt. Besonders bei Fotos, die der Anbieter einkauft, gehört schriftlich festgehalten, dass Sie sie weiter nutzen dürfen.

Fehlt einer dieser Punkte, ist das Angebot nicht automatisch schlecht. Es ist dann aber nicht mit einem Angebot vergleichbar, das diesen Punkt enthält.

Welche Fragen klären den Preis wirklich?

Mit diesen fünf Fragen machen Sie zwei Offerten vergleichbar. Fragen Sie jeden Anbieter danach, auch uns.

  1. Ist der Betrag mit oder ohne MWST, und ist er verbindlich oder ein «ab»-Preis? Viele Anbieter schreiben nicht dazu, ob die MWST im Preis steckt. Bei einem Normalsatz von 8,1 Prozent werden aus CHF 2'000 genau CHF 2'162.
  2. Wie viele Unterseiten sind enthalten, und was kostet eine zusätzliche?
  3. Wer schreibt die Texte, wie viele Stunden sind inbegriffen, und was kostet eine Stunde darüber hinaus?
  4. Was kostet die Seite im zweiten Jahr, alles zusammengerechnet?
  5. Was passiert, wenn ich in zwei Jahren wechseln will? Nehme ich Adresse, Texte und Fotos mit?

Die vierte und die fünfte Frage sind die unbequemen. Sie betreffen die Zeit, in der der Preis längst bezahlt ist.

Was bekommen Sie bei uns für CHF 2'600?

Bei uns kostet eine Website einmalig CHF 2'600 inkl. MWST, mit WordPress zum Selbstbearbeiten CHF 3'100. Darin enthalten sind die Textarbeit im vereinbarten Umfang, der Umzug Ihrer alten Seite samt Umleitungen und die Anmeldung bei Google, local.ch und search.ch. Das Formular ist vor der Übergabe getestet, und die Internetadresse läuft auf Ihren Betrieb. Den Aufbau bezahlen Sie einmal, danach gehört die Seite Ihnen.

Soll es möglichst wenig kosten und machen Sie die Arbeit gerne selbst, ist ein Baukasten der passende Weg. Das sagen wir Ihnen im Gespräch, auch wenn daraus kein Auftrag wird.

Nicht im Preis sind Logo, Shop und Terminbuchung. Was genau dazugehört, steht vollständig auf der Seite Website erstellen lassen.

Die Pflege ist in den ersten zwei Monaten inbegriffen. Danach rechnen wir sie nach Aufwand ab und nennen Ihnen den Betrag vor der Arbeit, nie erst auf der Rechnung.

Ob sich bei Ihnen eine neue Seite lohnt oder eine Überarbeitung genügt, zeigt der Beitrag Website überarbeiten oder neu machen?

Michi Maurer baut bei maurerDigital die Websites und betreut die Technik. Alle Beiträge unter «Gut zu wissen»

Reichen die CHF 2'600 bei Ihnen?

Erzählen Sie uns in zwei Sätzen, was Ihr Betrieb macht und was heute online über Sie zu finden ist. Im Erstgespräch von 15 Minuten sagen wir Ihnen, ob der Betrag reicht oder was in Ihrem Fall dazukommt. Wie viele Seiten es werden, müssen Sie vorher nicht wissen. Danach erhalten Sie eine schriftliche Offerte, die für den beschriebenen Umfang gilt und an die wir uns halten. Das Gespräch ist kostenlos und unverbindlich.

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