Zum Inhalt springen

Website überarbeiten oder neu machen?

Von Michi Maurer · Veröffentlicht am

Viele Betriebe haben eine Website, die irgendwann jemand gebaut hat und die seither einfach läuft. Am Bürocomputer sieht die Homepage ordentlich aus. Die Frage kommt oft erst, wenn etwas stört: Ein Kunde sagt, er habe am Handy die Telefonnummer nicht gefunden. Oder der Browser zeigt plötzlich «Nicht sicher». Ob dann Überarbeiten reicht oder ein Neubau sinnvoller ist, hängt weniger vom Alter der Seite ab als von der Technik dahinter, also dem Programm, mit dem sie gebaut ist.

Kurz gesagt: Überarbeiten reicht, solange die Website am Handy gut funktioniert und ihre Technik noch Updates bekommt. Fehlt eines davon, ist ein Neubau meist die bessere Wahl.

Was ist der Unterschied zwischen Überarbeiten und Neubau?

Beim Überarbeiten bleibt die Technik, wie sie ist. Texte, Fotos, Telefonnummer und Formular kommen auf den neuesten Stand. Bei einem Neubau, oft Relaunch genannt, wird auch die Technik ersetzt. Die Internetadresse bleibt in beiden Fällen dieselbe.

Woran erkennen Sie eine veraltete Website?

Sieben Warnzeichen helfen bei der Einschätzung. Nehmen Sie Ihr Handy, öffnen Sie Ihre eigene Website und zählen Sie, wie viele davon zutreffen.

  • Die Telefonnummer ist schwer zu finden. Sie müssen zoomen und wischen, oder die Nummer lässt sich nicht mit einem Fingertipp anrufen. Genau die Kunden, die schnell anrufen wollen, gehen Ihnen dann verloren.
  • Neben der Adresse im Browser steht «Nicht sicher». Dann fehlt die Verschlüsselung. Chrome zeigt den Hinweis seit Juli 2018 bei jeder unverschlüsselten Seite an. Manche Besucher brechen an dieser Stelle ab, bevor sie überhaupt etwas gelesen haben.
  • Öffnungszeiten, Preise oder die Angaben zum Team stimmen nicht mehr. Wer einmal veraltete Angaben findet, traut auch dem Rest weniger.
  • Kleine Änderungen dauern ewig oder kosten jedes Mal extra.
  • Seit Jahren hat niemand mehr Updates eingespielt, oder Sie wissen gar nicht, wer das tun würde. Updates schliessen wie beim Handy bekannte Sicherheitslücken.
  • Über das Formular kommt kaum etwas. Ob es überhaupt funktioniert, zeigt der Test weiter unten.
  • Sie schicken Kunden lieber nicht auf Ihre eigene Seite. Dieses Bauchgefühl ist oft das ehrlichste Warnzeichen.

Nicht jeder Punkt wiegt gleich. «Nicht sicher», veraltete Angaben und ein Formular, das nichts liefert, lassen sich meist ohne Neubau beheben. Muss man am Handy zoomen und wischen oder bekommt die Technik keine Updates mehr, spricht das eher für einen Neubau. Je mehr Punkte zutreffen, desto eher lohnt er sich.

Wann reicht es, die Website zu überarbeiten?

Ist die Seite am Handy gut lesbar und bekommt die Technik dahinter noch Updates, steht das Fundament. Dann geht es um den Inhalt. Stimmen Texte und Fotos noch? Steht die Telefonnummer gleich oben? Kommen Anfragen über das Formular zuverlässig an? Und nennt die Seite Ihren Ort, damit Google sie bei einer Suche wie «Maler in Frick» berücksichtigen kann?

Oft genügt es dann, die Seite schneller zu machen, die Texte zu überarbeiten und ein Formular einzubauen, dessen Anfragen sicher ankommen. Eine solche Auffrischung ist überschaubare Arbeit. Was sie kostet, steht vorher in der Offerte, und Sie entscheiden danach.

Wann lohnt sich eine neue Website?

Flicken bringt nichts mehr, sobald das Fundament nicht mehr trägt. Das ist meist der Fall, wenn

  • die Seite nicht fürs Handy gebaut ist und man auf dem kleinen Bildschirm hin und her wischen muss,
  • die Technik keine Updates mehr bekommt, etwa ein Baukasten, den der Anbieter nicht mehr weiterentwickelt, oder eine WordPress-Seite, deren Design oder Erweiterungen niemand mehr pflegt,
  • niemand mehr Benutzername und Passwort hat, weil der frühere Webdesigner nicht mehr erreichbar ist,
  • Sie aus einem Baukasten-Abo aussteigen möchten, die Seite aber mit der Kündigung verschwindet.

In diesen Fällen stecken Sie mit jeder Reparatur Zeit in etwas, das ohnehin bald ersetzt werden muss. Ein Neubau fängt sauber an, zuerst fürs Handy, und übernimmt, was gut war.

Dass «zuerst fürs Handy» mehr ist als Bequemlichkeit, zeigt Google selbst: Seit Ende Oktober 2023 liest Google Websites grundsätzlich in der Handyansicht ein. Was am Handy fehlt, fehlt damit auch bei Google.

Was darf beim Relaunch nicht verloren gehen?

Eine neue Website soll nichts kaputt machen, was heute funktioniert. Fragen Sie jeden Anbieter vor dem Auftrag nach diesen vier Punkten.

  • Bleibt die Domain auf Ihrem Namen? Ihre Internetadresse gehört auf Ihren Betrieb eingetragen, nicht auf den Webdesigner. Sonst brauchen Sie ihn für jeden Wechsel. Läuft sie heute auf jemand anderen, gehört das vor dem Umzug geklärt.
  • Werden alte Links umgeleitet? Ihre bisherigen Unterseiten stehen bei Google im Verzeichnis und bei manchen Kunden in den Lesezeichen. Jede dieser Adressen sollte auf die passende neue Seite führen, sonst landen Besucher auf einer Fehlerseite. Beim Umzug von katjamaurer.ch, der Beratungsseite unserer Firma, waren es über 50.
  • Läuft Ihre E-Mail ohne Unterbruch weiter? Liegt Ihre Firmen-E-Mail (etwa info@ihrbetrieb.ch) beim gleichen Anbieter wie die Website, zieht sie beim Wechsel mit um. Das muss vorher geplant sein, damit keine Nachricht verloren geht.
  • Was passiert mit Texten und Fotos? Was sich bewährt hat, sollte bleiben, sofern Sie die Rechte daran haben. Bei Fotos, die der frühere Webdesigner gekauft hat, lohnt sich die Nachfrage, ob Sie sie weiter nutzen dürfen.

Wir klären alle vier Punkte vor dem Start, der Umzug samt Umleitungen ist bei uns im Preis inbegriffen.

Was sollten Sie vor dem Gespräch klären?

Die Warnzeichen oben sehen Sie selbst. Vier Dinge brauchen einen zweiten Blick, und gerade sie entscheiden oft, wie viel Aufwand ein Wechsel macht.

  1. Schicken Sie sich über das Formular eine Anfrage und prüfen Sie, ob sie ankommt.
  2. Suchen Sie bei Google nach Ihrem Firmennamen und Ihrem Ort. Erscheint Ihre Seite? Und stimmen die Angaben in Ihrem Google-Eintrag, dem Kasten mit Karte, Öffnungszeiten und Bewertungen?
  3. Fragen Sie, wer die Website gebaut hat oder betreut: Mit welchem Programm ist sie gemacht, und wann wurde sie zuletzt aktualisiert?
  4. Klären Sie, wer Benutzername und Passwort für die Website und für die Internetadresse hat. Wissen Sie es nicht, schauen Sie in der Buchhaltung nach, wer jedes Jahr die Rechnung für Internetadresse oder Hosting (den Speicherplatz der Website) schickt. Kommt keine Rechnung, bezahlt sie vermutlich Ihr früherer Webdesigner, und die Adresse läuft womöglich auf ihn.

Bekommen Sie bei den letzten beiden Punkten keine klare Antwort, ist das schon ein Befund.

Was kostet eine neue Website bei uns?

Eine neue Website kostet bei uns einmalig CHF 2'600 inkl. MWST, mit WordPress zum Selbstbearbeiten CHF 3'100. Dazu gehören Startseite und vier Unterseiten, bis 2 Stunden Textarbeit, der Umzug Ihrer alten Seite samt Umleitungen sowie die Einträge bei Google, local.ch und search.ch. Fertig ist die Seite meist nach wenigen Wochen.

Danach bezahlen Sie Domain und Hosting direkt beim Anbieter, rund CHF 11 bis 17 im Monat inkl. MWST. Die Pflege ist in den ersten zwei Monaten inbegriffen, danach auf Wunsch. Kleine Änderungen erledigen wir in den ersten 30 Tagen ohne Aufpreis, später nennen wir Ihnen den Preis vorher.

Wir arbeiten aus dem Fricktal für Betriebe in der ganzen Schweiz, mit Schwerpunkt Aargau, Baselbiet und Solothurn. Alle Einzelheiten stehen auf der Seite Website erstellen lassen. Reicht bei Ihnen eine Überarbeitung, sagen wir Ihnen das offen.

Michi Maurer baut bei maurerDigital die Websites und betreut die Technik. Alle Beiträge unter «Gut zu wissen»

Wie steht es um Ihre Website?

Schreiben Sie uns die Adresse Ihrer heutigen Seite ins Kontaktformular. Wir schauen sie vorab an. Im Erstgespräch von 15 Minuten erfahren Sie dann, ob Überarbeiten reicht, ob sich ein Neubau lohnt oder ob Sie vorerst gar nichts tun müssen. Das Gespräch ist kostenlos und unverbindlich.

Anrufen Website anfragen