3 wirksame Tipps für eine positive Fehlerkultur im Unternehmen, die Sie direkt umsetzen können!
Fehler passieren! Fehler sind menschlich! Wer nichts macht, macht auch keine Fehler!
Wir alle kennen diese Sätze — aber egal wie gross und schwerwiegend ein Fehler ist, es fühlt sich nicht gut an, wenn wir damit konfrontiert werden. Nicht wenn wir ihn selbst verursacht haben und auch nicht, wenn er im Team passiert, für das wir als Führungskraft die Verantwortung tragen.
In 20 Jahren Führungserfahrung in der Nahrungsmittel- und Pharmazeutischen Industrie hiess mein persönlicher Supergau «PRODUKTRÜCKRUF». Und man kann sich vorstellen, welche Konsequenzen Fehler in der Herstellung von Medikamenten und Nahrungsmitteln haben können.
EY Fehlerkultur Report 2023
51 % der Führungskräfte sehen die Wettbewerbsfähigkeit ihres Unternehmens durch eine mangelnde Fehlerkultur in Gefahr. Im Report 2018 hatten noch 80 % der befragten Führungskräfte eigene Fehler vertuscht — 2023 sind es immer noch 64 %.
Wir erwarten, dass Mitarbeitende Fehler zugeben, sind aber selbst sehr schlecht darin. Nur 30 % der Mitarbeitenden sagen, dass sie in einem Umfeld arbeiten, in dem sie sich trauen, eigene Fehlschläge offen zuzugeben.
«Deine grösste Angst als Geschäftsführer ist, dass dir die Leute nicht die Wahrheit sagen.» — Mark J. Costa, CEO Eastman Chemical
Tip 1: «Ich mache Fehler!» — Leading by Example
Gehen Sie mit gutem Beispiel voran. Sprechen Sie über Ihre eigenen Fehler. Haben Sie eine Entscheidung getroffen, die sich als nicht ideal herausgestellt hat? Dann raus damit. Erzählen Sie im nächsten Team-Meeting davon. Zeigen Sie Demut. Das ist der wirkungsvollste Schritt überhaupt.
Tipp 2: «Das gibt eine Abmahnung!» — Trennung von Fehlern und Konsequenzen
Die Trennung vom Fehler und möglichen Konsequenzen für den Mitarbeitenden ist Voraussetzung, um eine offene und zeitnahe Kommunikation zu etablieren. Nehmen Sie dem Fehler das Prädikat «böse». Fehler sind zum Lernen da — vorausgesetzt, der Fehler wurde unabsichtlich begangen.
Tipp 3: «Du warst das also!» — Aus «Wer» wird «Warum»
Die erste Reaktion auf einen Fehler sollte nie die Frage sein: «Wer war es?» Streichen Sie diesen Satz aus Ihrem Repertoire und ersetzen Sie ihn durch: «Warum ist der Fehler passiert?»
Das Warum führt zu Lösungen — Lösungen, die helfen, ein erneutes Auftreten zu verhindern und das System zu verbessern.
Jetzt direkt umsetzen
Laden Sie sich hier die kostenlose Checkliste herunter und starten Sie nächste Woche mit der Umsetzung in Ihrem Unternehmen.
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